Wir sind Mandy und Manuel.
Zwei Menschen, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn der Alltag mehr fordert, als man geben kann. Zwei Menschen, die ihren eigenen Weg durch Erschöpfung, Angst und innere Leere gefunden haben – und die heute gemeinsam andere dabei begleiten, dasselbe zu tun.
Anima ist kein Konzept, das wir uns ausgedacht haben. Es ist das, was wir gelebt haben.
Ich bin Krankenschwester – und das war ich zwanzig Jahre lang, davon zehn in der Psychiatrie. Ich habe Menschen in ihren dunkelsten Momenten begleitet. Ich weiß, wie sich ein Nervensystem im Dauerstress anfühlt. Ich habe es täglich gesehen – und irgendwann auch in mir selbst gespürt.
Nach meiner Zeit in der Pflege habe ich rechtliche Betreuung studiert und viele Jahre als Berufsbetreuerin gearbeitet. Ich kenne das Sozialsystem von innen. Ich weiß, wie erschöpfend es ist, für andere zu kämpfen – und dabei sich selbst zu vergessen.
Dazu bin ich Mutter – in einer Patchworkfamilie mit drei Kindern, von denen zwei neurodivergent sind.
Das bedeutet: Ich kenne dieses Leben nicht aus Büchern. Ich kenne die Nächte, in denen man nicht weiß, ob man genug getan hat. Die Termine, die nie enden. Das Gefühl, für alle da zu sein – nur nicht für sich selbst. Und ich kenne die besondere Herausforderung, eine Patchworkfamilie zusammenzuhalten, während man gleichzeitig jedem Kind gerecht werden möchte.
Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung – nicht aus einem Trend heraus, sondern weil ich einen Weg zurück zu mir selbst gesucht habe. Breathwork wurde dabei zu einem besonderen Schlüssel. Nicht weil er alles verändert hat. Sondern weil er das, was bereits in mir war, spürbar gemacht hat.
Heute bringe ich all das in meine Arbeit ein: medizinisches Wissen, psychologisches Verständnis, rechtliche Erfahrung – und das ehrliche Wissen, wie es sich anfühlt, wenn man am Rand steht und trotzdem weitermacht.
Ich bin Physiotherapeut und sektoraler Heilpraktiker. Körper, Geist und Atmung waren für mich nie getrennt – das war schon in meiner Ausbildung so, und mein langjähriger sportlicher Weg hat dieses Körperbewusstsein noch vertieft.
Aber auch ich kenne die andere Seite – von innen.
Ich habe ADS. Das bedeutet für mich: ein Gehirn, das anders verdrahtet ist. Eines, das intensiv fühlt, schnell denkt, aber oft schwer zur Ruhe kommt. Lange bevor ich das wusste, spürte ich die Folgen: Vor über zehn Jahren war mein Leben geprägt von Panikattacken und Verlustängsten. Nach außen funktionierte ich. Innerlich war ich im Dauerbetrieb.
Ich wusste, wie der Körper funktioniert – aber ich fand keinen Weg zurück in meine eigene Ruhe.
Erst durch intensive Atemarbeit veränderte sich etwas grundlegend. Der Atem gab mir Halt, wo ich keinen mehr kannte. Er half mir, alte Muster zu erkennen, Sicherheit in mir selbst zu finden – und das zu integrieren, was ich so lange mit mir getragen hatte.
Heute arbeite ich als Ousia-Breathcoach und Coach für körperliche und mentale Transformation. Und als Vater in einer Patchworkfamilie weiß ich aus eigenem Erleben, was es bedeutet, neurodivergent zu sein – und wie viel leichter vieles wird, wenn man sich selbst besser versteht.
Wir sind eine Patchworkfamilie – mit allem, was dazugehört. Unterschiedliche Geschichten, unterschiedliche Kinder, unterschiedliche Bedürfnisse. Zwei unserer drei Kinder sind neurodivergent. Wir kennen den Alltag, den unsere Klienten beschreiben, nicht aus der Theorie. Wir leben ihn.
Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – ergänzen wir uns auf eine Weise, die uns immer wieder selbst überrascht.
Mandy bringt Tiefe, emotionale Intelligenz und jahrelange Erfahrung im Umgang mit Menschen in Krisen. Manuel bringt Struktur, Körperwissen und die Fähigkeit, klare Orientierung zu geben, wenn alles sich chaotisch anfühlt.
Zusammen halten wir einen Raum, in dem beides möglich ist: Gefühlt werden und Klarheit finden. Loslassen und neu ausrichten.
Wir leben selbst, was wir begleiten: eine Beziehung, in der zwei Menschen füreinander wachsen, ohne sich dabei zu verlieren. Eine Familie, die nicht perfekt ist – aber ehrlich. Und einen gemeinsamen Weg, der uns beide täglich daran erinnert, warum diese Arbeit so wichtig ist.
Anima ist unser gemeinsames Herzprojekt. Für Eltern, die erschöpft sind, aber nicht aufgeben wollen. Die ihr Kind lieben – und sich selbst gerade kaum spüren. Die wissen, dass etwas anders werden muss, aber noch nicht wissen wie.
Wir wissen es. Wir waren dort.
Und wir sind hier.